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Rechtsanwalt Robert Leisner
Fachanwalt für Versicherungsrecht
Ort: Berlin-Spandau
Themen: Verkehrsrecht, Versicherungsrecht, ZivilrechtKategorien
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Schlagwort-Archive: Verkehrsunfall
BGH: Zum Reparaturkostenersatz trotz gutachterlicher Feststellung der Reparaturunwürdigkeit
Sortieren wir noch einmal die Reparaturkostenansprüche nach Verkehrsunfall, Fallgruppe Gutachten kalkuliert Reparaturkosten auf mehr als 130 Prozent des Wiederbeschaffungswerts. Wiederbeschaffungswert meint die Kosten, die der Geschädigte aufwenden muss, um sich ein Fahrzeug zu verschaffen, das seinem Fahrzeug vor dem Unfall entspricht. Der Geschädigte hat Anspruch auf vollständige Schadensbeseitigung, darf aber nicht mehr Kosten aufwenden, als wirtschaftlich vertretbar. Zur klären ist also, wann eine Reparatur entgegen Gutachten wirtschaftlich vertretbar ist. Grundsatz: Die Reparatur eines Fahrzeugs lässt sich wirtschaftlich nicht vertreten, wenn die Kosten dafür gutachterlich auf mehr als 130 Prozent des Wiederbeschaffungswerts kalkuliert worden sind. Denn dann trägt die Begründung für die Aufwendung höherer Kosten als die Kosten der Wiederbeschaffung nicht mehr: man … Weiterlesen
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BGH: Versicherer kann bei Trunkenheitsfahrt 100 Prozent kürzen
Der Bundesgerichtshof rundet seine Rechtsprechung zur Leistungskürzung im Versicherungsfall ab. Mit Urteil vom 11.01.2012, Az. IV ZR 251/10, stellte er fest: Der Versicherer kann bei grob fahrlässiger Verletzung einer vertraglichen Obliegenheit durch den Versicherungsnehmer in Ausnahmefällen die Leistung vollständig versagen (hier: Kürzung auf null bei absoluter Fahruntüchtigkeit). Dazu bedarf es der Abwägung der Umstände des Einzelfalles (Fortführung von Senatsurteil vom 22. Juni 2011 – IV ZR 225/10, VersR 2011, 1037). Bereits mit Urteil vom 22.06.2011, Az. IV ZR 225/10, hier besprochen, hatte der BGH entschieden, daß es grundsätzlich möglich sei, im Falle der grob fahrlässigen Herbeiführung des Versicherungsfalls, § 81 VVG, die Leistung auf Null zu kürzen. Nun hat das … Weiterlesen
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Quoten beim Ein- und Aussteigen
In der Monatszeitschrift des Rechts, deren glücklicher Abonnent ich bin, wurde neulich sehr lesenswert über Haftungsquoten nach Verkehrsunfällen beim Ein- und Aussteigen berichtet. Zu den häufigsten Konstellationen wird jede Menge Rechtsprechung geboten, nachfolgend verlinke ich mal auf die obergerichtlichen Entscheidungen: Fallgruppe 1 – Tür öffnet sich plötzlich, stehendes Fahrzeug haftet … zu 100 Prozent BGH, Urteil vom 13.03.2007 – VI ZR 216/05 KG, Urteil vom 03.11.2008 – 12 U 185/08 OLG Jena, Urteil vom 28.10.2008 – 5 U 596/06 … zu 70 Prozent OLG Karlsruhe, Urteil vom 08.06.2006 – 4 U 158/05 … zu 50 Prozent KG, Urteil vom 24.11.2005 – 12 U 151/04 Fallgruppe 2 – Tür steht schon … Weiterlesen
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Kammergericht: Zur Haftungsverteilung Beifahrertür ./. Radfahrerin
Das Kammergericht hat mit Beschluß vom 20.9.2010 (Az.: 12 U 216/09), online in der Entscheidungsdatenbank Rechtsprechung Berlin-Brandenburg, detailliert dargestellt, wie man sich als Radfahrer einem stehenden Fahrzeug zu nähern hat. Die Entscheidung ist ein schönes Beispiel dafür, wie detailliert die Rechtsprechung die gegenseitigen Pflichten und Rechte von Verkehrsteilnehmern mittlerweile verteilt. Oder, um den Tipp gleich an den Anfang zu stellen – wie man am besten fährt: Mit der “Ochsen-Theorie” (Begriff nicht vom Kammergericht). Laut Ochsen-Theorie gibt es genau einen Grund für auffälliges Verhalten im Straßenverkehr: Alles Ochsen. Jemand wird grundlos langsamer vor Ihnen? Dafür kann es viele gute Gründe geben. Gehen Sie besser davon aus, daß der Ochse gleich eine … Weiterlesen
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Schmerzensgeld bei HWS-Verletzung
HWS-Verletzungen nach Auffahrunfall sind ein deutsches Massenphänomen. Böse Zungen behaupten, daß viele Verkehrsunfallopfer erst nach Rücksprache mit ihrem Anwalt plötzliche Übelkeit verspüren, an Nackenschmerzen, Erbrechen, Schwindel etc. entwickeln. Hintergrund: So richtig kann man nicht feststellen, ob es stimmt oder ob man nur auf Schmerzensgeld schielt. Ein Teil der Rechtsprechung hat versucht, Bagatellunfälle von Schmerzensgeldzahlungen auszuschließen. Dies ist gescheitert. Jetzt wird ohne viel Federlesens nach Faustformel geurteilt: Ein Monat Beschwerden = 1.000,00 Euro, zwei Wochen also 500,00 Euro So das Brandenburgische OLG, Urteil vom 04.11.2010 – 12 U 87/10 (online nicht auffindbar, nach VRR 66/11)
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